Oatmeal Cookie
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After Dinner & Cream

Oatmeal Cookie

Oatmeal Cookie Ein amerikanischer Dessert-Shot aus der Familie der Süßigkeiten-Imitate – verwandt mit…

starkkräftigcremig
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Dauer2 Min.
NiveauEinfach
GlasHighballglas
Alkohol~22%
Portionen:
1 Glas
Einheit:

Zutatenliste

berechnet für 1 Glas
1

Einfach alles zusammenmischen. Es soll ein Shot sein, aber es funktioniert genauso gut wie ein richtiges Getränk in Erwachsenengröße über viel Eis. Schmeckt wie ein Haferflockenplätzchen.

Bar-Tipps

Profi-Tipp vom Barkeeper

"Spare niemals am Eis — mehr Eis bedeutet weniger Schmelzwasser und ein länger kaltes Getränk."

Häufiger Fehler

Zu wenig Eis. Halb gefüllte Gläser lassen den Drink schneller warm und schal werden als randvolle.

Geschmacksprofil & Sensorik

Fruchtig1/5
Sauer / Frisch1/5
Süßlich1/5
Bitter / Herb1/5
Kräftig / Boozy1/5

Oatmeal Cookie


Ein amerikanischer Dessert-Shot aus der Familie der Süßigkeiten-Imitate – verwandt mit Chocolate Cake Shot, Birthday Cake Shot oder Cinnamon Toast Crunch Shot. Ein Erfinder ist nicht dokumentiert; der Drink kursiert seit Jahren in US-Bars und Rezeptsammlungen. Eine der ältesten auffindbaren Fassungen stammt von einem Bartender, der sechs Jahre in Portland und New Orleans hinter der Bar stand.


Haferflocken sind übrigens nicht enthalten. Der Name beschreibt das Geschmacksziel, nicht die Zutaten.


Das Rezept


Drei Zutaten zu gleichen Teilen – darin sind sich praktisch alle Quellen einig:


Zubereitung: Alles mit Eis in den Shaker, kräftig schütteln, bis der Shaker außen beschlägt – rund 15 Sekunden. In ein gekühltes Shotglas abseihen und sofort servieren.

Das Schütteln ist hier keine Formsache: Es kühlt, verdünnt leicht und bindet die drei recht unterschiedlich dickflüssigen Liköre zu einer homogenen Masse.


Achtung bei „Schnapps"


Das ist die wichtigste Übersetzungsfalle bei diesem Drink – ähnlich wie beim „Apricot Brandy" des Paradise:

Amerikanischer „Schnapps" ist kein deutscher Schnaps. Gemeint ist ein süßer, aromatisierter Likör mit meist 15–25 % vol., nicht ein klarer Obstbrand. Butterscotch Schnapps ist ein Karamell-Butter-Likör; der Standard ist DeKuyper Buttershots. In Deutschland ist er erhältlich, aber nicht in jedem Supermarkt – am ehesten im Spirituosenfachhandel oder online.


Beim Zimt gibt es zwei Wege:


  • Goldschläger – Schweizer Zimtlikör mit Blattgoldflocken, 43,5 % vol. Der klassische Weg, deutlich alkoholischer.
  • Fireball – Zimtwhisky, 33 % vol., süßer und kräftiger im Zimtaroma.


Beide funktionieren, ergeben aber unterschiedliche Drinks. Goldschläger ist trockener und schärfer, Fireball süßer und dominanter.


Varianten


  • Ohne Zimt: Nur Irish Cream und Butterscotch zu gleichen Teilen. Funktioniert, ist aber deutlich flacher – der Zimt liefert die „gebackene" Note.
  • Mit Jägermeister: Ein Spritzer wird in manchen Rezepten ergänzt. Die Kräuternote soll die Süße brechen.
  • Als Cocktail statt Shot: Menge verdoppeln, auf Eis in ein Tumbler-Glas abseihen. Manche Rezepte ergänzen dann einen Schuss Sahne oder Half-and-Half für mehr Volumen.
  • Mit Glasrand: Rand mit Honig oder Karamellsauce bestreichen und in zerkrümelte Haferkekse drücken. Das ist der einzige Punkt, an dem tatsächlich Hafer ins Spiel kommt – und für ein Foto der auffälligste Teil.


Charakter


Cremig, sehr süß, mit Karamell- und Butternote und einer Zimtschärfe im Abgang. Der Alkohol ist praktisch nicht zu schmecken – ein Punkt, den mehrere Quellen ausdrücklich erwähnen und der bei einem Shot aus drei Likören mit zusammen rund 6 cl durchaus relevant ist.


Handwerklich ist das kein Cocktail im klassischen Sinn: keine Spirituosenbasis, keine Säure, keine Balance. Es ist eine Aromenkonstruktion, die ein Backwerk imitieren soll – und das nach übereinstimmender Einschätzung der Quellen recht gut tut.