Orange Whip
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After Dinner & Cream

Orange Whip

Ein cremiger Orangendrink, der seine gesamte Bekanntheit einem einzigen Filmzitat verdankt – und dessen Name…

fruchtigsüßstarkkräftig
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Dauer2 Min.
NiveauEinfach
GlasTumbler
Alkohol~22%
Portionen:
1 Glas
Einheit:

Zutatenliste

berechnet für 1 Glas
Rum
Pro ChoiceBacardí Carta Blanca
3 cl
Vodka
Pro ChoiceGrey Goose
3 cl
6 cl

Benötigtes Bar-Equipment

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Zubereitungsschritte

Methode: Gerührt (Stirred)
1

Zutaten über Eis gießen und umrühren.

Bar-Tipps

Profi-Tipp vom Barkeeper

"Spare niemals am Eis — mehr Eis bedeutet weniger Schmelzwasser und ein länger kaltes Getränk."

Häufiger Fehler

Umrühren wie beim Kochen. Das zerschlägt das Eis, der Drink wird trüb und zu stark verwässert.

Pre-Batch für 6 Gäste

Da dieser Cocktail gerührt statt geschüttelt wird, lässt er sich gut vorbereiten: 72 cl Orangensaft, 18 cl Rum, 18 cl Vodka, 36 cl Sahne gemeinsam in eine Flasche geben und kühl lagern. Kurz vor dem Servieren mit Eis im Rührglas fertig kühlen und ins Glas abseihen.

Geschmacksprofil & Sensorik

Fruchtig1/5
Sauer / Frisch1/5
Süßlich1/5
Bitter / Herb1/5
Kräftig / Boozy5/5

Ein cremiger Orangendrink, der seine gesamte Bekanntheit einem einzigen Filmzitat verdankt – und dessen Name älter ist als der Cocktail selbst.


Das Rezept


Der Orange Whip ist ein süßer Cocktail aus Rum, Wodka, Sahne und Orangensaft. Üblicherweise wird er wie ein Milchshake schaumig aufgemixt und über Eis in ein Collins-Glas gegossen.

Die Mengen laut derselben Quelle:



Zubereitung:


Kurz mit dem Stabmixer aufmixen, dann über Eis geben und umrühren. Alternativ – und für die meisten Heimbars praktikabler – lässt sich der Drink auch einfach kräftig im Shaker schütteln, rund 15 bis 20 Sekunden, und dann über frisches Eis ins Glas abseihen. Die Schaumkrone wird dabei etwas feiner und weniger dicht als beim Mixen.

Manche Varianten ergänzen Triple Sec oder mixen ein paar Eiswürfel mit, was den Drink Richtung Slush verschiebt. Ich würde beim Rezept ohne Eis im Mixer bleiben – sonst verwässert er, bevor er im Glas ist.


Der Name kam zuerst


Interessant an diesem Drink: „Orange Whip" wurde auch als Markenname für alkoholfreie Getränke verwendet. In den 1950er-Jahren vertrieb die Tropical Fruit Company ein „Orange Whip"-Konzentrat für die Getränketheke. Die Schauspielerin und Pin-up-Ikone Jeanne Carmen wurde damals einmal zur „Miss Orange Whip" gekürt. Beim US-Patent- und Markenamt sind verschiedene Anmeldungen für die Marke „Orange Whip" verzeichnet, für Getränke und für eine Saftladen-Kette. Der Name existierte also als alkoholfreies Produkt, bevor er zu einem Cocktail wurde.


Der Filmauftritt


Nach dem Erscheinen von „The Blues Brothers" erlebte der Drink ein Comeback. Im Film besucht Jakes Bewährungshelfer Burton Mercer – gespielt von John Candy – das entscheidende Benefizkonzert, um Jake und Elwood zu verhaften. Dort fragt er in die Runde, wer einen Orange Whip wolle, wiederholt es zweimal und bestellt dann kurzerhand drei davon. Die Szene ist bis heute das, woran der Drink hängt.


Eine Korrektur, die häufig nötig ist: Zahlreiche Rezeptseiten schreiben die Szene der Figur „Mr. Fabulous" zu. Das ist falsch – John Candy spielt den Bewährungshelfer Burton Mercer. Mr. Fabulous ist eine andere Figur im selben Film. Wenn du die Anekdote verwendest, lohnt sich die richtige Zuordnung.


Es kursiert außerdem die Erzählung, die Bestellung sei eine Anspielung auf einen Bekannten Candys aus dem Umfeld der Kette Orange Julius gewesen. Selbst die Quelle, die das anführt, bezeichnet es ausdrücklich als Gerücht – ich würde es entsprechend kennzeichnen oder weglassen.


Charakter


Im Kern ein alkoholischer Orange Julius – jenes amerikanische Standgetränk aus Orangensaft, Milch und Zucker, schaumig aufgemixt. Die Sahne macht den Drink weich und mildert die Säure des Orangensafts; Rum und Wodka bringen zusammen 6 cl auf rund 24 cl Gesamtvolumen, was ihn vergleichsweise mild macht.


Geschmacklich landet er nah bei Creamsicle und Orange Push-up – also bei jener Gruppe von Drinks, die das amerikanische Orange-Vanille-Eis am Stiel imitieren. Anders als beim Orange Push-up sind hier allerdings tatsächlich Milchprodukte enthalten, sodass der cremige Eindruck nicht nur behauptet ist.


Ein praktischer Hinweis: Sahne und Orangensaft sind eine heikle Kombination – die Säure kann die Sahne ausflocken lassen. Das Risiko sinkt, wenn beide Zutaten gut gekühlt sind und der Drink zügig getrunken wird. Wer sichergehen will, nimmt Sahne mit höherem Fettanteil; die ist stabiler als fettarme Varianten.